[!info] Session Info
Datum: [[2026-01-25]]
Zeit: 14:00/15:00 - 21:00 Uhr
Spieler: Ryan Deouda, Vitya Knyazev, Elias Ward, Thomas Mecklebee, Clyde Barron (neu)
Game Master: Tian

Ablauf#

1. Durch den Tunnel#

Die Gruppe wagt sich weiter in Der Tunnel, der sich vor ihnen erstreckt. Die Luft ist stickig und staubig, die Atmosphäre erinnert stark an einen verlassenen Minenschacht. Unser neues Mitglied Clyde Barron wirft einen professionellen Blick auf die Konstruktion und vermutet, dass es sich um einen historischen Fluchttunnel handeln könnte, vermutlich aus der Zeit, als das O’Malley-Anwesen noch in voller Pracht stand.

Nach etwa 45 Minuten mühsamen Marsches durch die Dunkelheit bemerken wir eine Veränderung: Die Decke senkt sich, eine Art Steigung führt nach oben. Dort, am Ende des Ganges, zeichnet sich eine Falltür ab.

2. Ausgang im Wald#

Vitya Knyazev stämmt sich mit seiner rohen Kraft gegen die Luke und drückt sie auf. Tageslicht strömt herein, wir haben es geschafft! Der Tunnel endet an einem unscheinbaren Wanderweg mitten im Wald. Die Tatsache, dass der Tunnel praktisch keine Kurven hatte, lässt uns vermuten, dass wir uns nun am Waldrand oder zumindest in der unmittelbaren Nähe befinden.

Die Luke selbst ist stark verwittert und sieht aus, als wäre sie seit Jahrzehnten nicht mehr benutzt worden, perfekt getarnt zwischen Moos und Wurzelwerk. Wir befinden uns definitiv hinter dem Anwesen.

3. Zwischenfall mit dem Baum#

Die Ruhe des Waldes trügt. Plötzlich und ohne jede Vorwarnung wird Elias Ward von einem Ast getroffen. Der Schlag kostet ihn 1 Trefferpunkt, völlig unerwartet bei einem scheinbar gewöhnlichen Baum. Hatte der Wald gerade versucht, uns zu warnen? Oder anzugreifen?

Vitya Knyazev, getrieben von einer Mischung aus Frustration und Selbstverteidigung, boxt daraufhin den Baum. Keine gute Idee: Der Schlag kostet ihn 3 Trefferpunkte und einige Holzsplitter bohren sich schmerzhaft zwischen seine Knöchel. Glücklicherweise kann Elias Ward, trotz seiner eigenen Verletzung, die Wunde professionell verarzten.

Als Elias Ward versucht, einen besseren Überblick zu bekommen und einen Baum zu besteigen, blamiert er sich gründlich und verliert dabei einen weiteren Trefferpunkt. Dennoch gelingt es ihm, die Orientierung zu behalten, wir nehmen den rechten Pfad.

4. Wildschwein-Begegnung#

Als würde der Wald unsere Anwesenheit nicht dulden, taucht plötzlich ein massives Wildschwein vor uns auf. Die Situation eskaliert schnell. Reflexartig greifen wir zu unseren Waffen.

Elias Ward reagiert als Erster und feuert einen präzisen Schuss ab, 5 Trefferpunkte Schaden. Thomas Mecklebee zieht nach und trifft ebenfalls, weitere 5 Trefferpunkte. Clyde Barron, noch ungeübt im Zusammenspiel mit der Gruppe, verfehlt sein Ziel. Doch Vitya Knyazev zeigt, dass man nicht immer Waffen braucht - sein spektakulärer Roundhouse-Kick fügt dem Tier weitere 3 Trefferpunkte Schaden zu. Das Wildschwein flieht verletzt in die Tiefen des Waldes.

5. Mysteriöse Stimme#

Die Stille nach dem Kampf wird durch etwas noch Unheimlicheres durchbrochen. Eine tiefe, körperlose Stimme durchdringt den Wald und richtet sich direkt an Vitya Knyazev:

[!quote] Die Stimme
“Du sollst nach Osten gehen”

Die Worte hängen schwer in der Luft. Wer hat hier gesprochen.. oder was? Und warum ausgerechnet zu Vitya Knyazev?

6. Ankunft am See#

Der Weg führt uns zu einer märchenhaften Idylle, der See im Wald liegt vor uns, umgeben von uralten Bäumen. Die Oberfläche glitzert im gedämpften Licht, das durch das Blätterdach fällt. Doch die Schönheit täuscht.

Elias Wards geschulter Blick erkennt etwas Verborgenes: Etwas Weißes treibt im See, nahe dem Ufer. Ohne zu zögern, greift er danach. Das Wasser ist überraschend kalt und erfrischend, fast unnatürlich so. Als er das Objekt aus dem Wasser zieht, wird klar, was es ist: Ein [[Knochen]]. Menschlich? Wir können es nicht mit Sicherheit sagen.

7. Ryan wird ins Wasser gezogen#

Ryan Deouda begibt sich vorsichtig auf den alten Holzsteg, der in den See hineinragt. Plötzlich sieht er es, glänzende Augen, die direkt unter der Wasseroberfläche auf ihn starren. Bevor er reagieren kann, schießen zwei Hände aus dem Wasser und packen ihn mit übernatürlicher Kraft..

Wir anderen sehen nur noch, wie Ryan Deouda mit einem Aufschrei ins Wasser stürzt. Sofort rennen wir zum Steg. Clyde Barron sucht hektisch nach einem langen Stock oder Ast, um Ryan Deouda herauszuziehen. Elias Ward, noch vom Ufer aus im flachen Wasser stehend, kann nicht schnell genug reagieren und kommt erst später zum Steg.

8. Begegnung unter Wasser#

Für Ryan Deouda ist die Erfahrung völlig surreal. Unter Wasser erwartet ihn keine Dunkelheit und kein Ertrinken, stattdessen steht er einer deutlich weiblichen Gestalt gegenüber. Ihre Haut schimmert in einem unnatürlichen Blau, doch trotz des Schocks stellt Ryan Deouda fest: Er kann sprechen. Und atmen. Als wäre das Wasser gar nicht da.

Die Gestalt scheint keine Bedrohung darzustellen. Ryan Deouda fühlt sich überraschend frisch, fast energiegeladen. In diesem moment of clarity beginnt er, der rätselhaften Frau die Geschichte zu erzählen, warum wir hier sind, was wir suchen, und was bisher geschehen ist.

9. Fiona O’Malley#

Die Frau im See offenbart sich als Fiona O’Malley.

[!quote] Fiona
“Du hast mich gefunden”

Ihre Worte sind sowohl erleichtert als auch melancholisch. Sie erzählt Ryan Deouda von ihrem Schicksal: Die Rufe des Raben haben sie an diesen See gebunden, ihr einen Fluch auferlegt.. oder war es ein Segen? Sie erwähnt die Magd, die wir im Anwesen getroffen hatten, sogar bei ihrem Namen #todo.

Dann wird es kryptisch. “Du hast die richtigen Antworten, aber die falschen Fragen”, sagt sie zu Ryan Deouda. Was könnte das bedeuten?

Fiona O’Malley erklärt ihre Aufgabe: Sie muss [[Das Portal]] beschützen. Um es zu schließen, ist ein Blutopfer erforderlich, ein grausames Ritual. Sie erwähnt ein Ritualbuch, das sich im Besitz von Die Rufe des Raben befindet. Die Details sind komplex und verworren, Thorsten hat mehr Informationen in den geteilten Notizen festgehalten #todo.

Ein weiteres Detail ist besonders beunruhigend: Die Zeit im See läuft anders, langsamer als in der realen Welt. Minuten im See könnten Stunden draußen sein.. oder umgekehrt?

10. Fiona an Land#

Während wir anderen am Ufer in Panik geraten, erreicht Vitya Knyazev endlich den Steg. Gemeinsam mit Ryan Deouda hebt er eine nun völlig reale Fiona O’Malley aus dem Wasser. Sie ist durchnässt, aber lebendig, und entschuldigt sich sofort bei Ryan Deouda, dass sie ihn für “eine etwas längere Zeit” in Anspruch genommen hat.

Das Erstaunlichste: Ihre Hautfarbe ist nun völlig normal. Kein Blau, keine übernatürliche Färbung. Sie sieht aus wie eine gewöhnliche junge Frau, die gerade ein Bad genommen hat.

11. Vorstellung und Skepsis#

Fiona O’Malley stellt sich dem Rest der Gruppe vor, erzählt von dem Fluch, dem Ritualbuch.

Clyde Barron, als neues Mitglied und mit einem gesunden Maß an Skeptizismus ausgestattet, kann die Geschichte kaum glauben. Er marschiert zum Seeufer und sucht systematisch nach einer Taucherausrüstung, einer versteckten Sauerstoffflasche, irgendetwas Rationalen, das erklären könnte, wie jemand so lange unter Wasser bleiben kann. Er findet nichts. Dennoch bleibt er skeptisch und stellt die Herkunft der Dame offen in Frage.

12. Beweis der Verwandlung#

Fiona O’Malley spürt die Zweifel. Sie wendet sich an Ryan Deouda und fragt mit sanfter Stimme:

[!quote] “Ryan, darf ich?” - Fiona

Mit Ryan Deoudas zustimmendem Nicken beginnt die Transformation. Vor unseren Augen verwandelt sich Fiona O’Malley in ihre “Wasserform”. Ihre Haut nimmt eine schimmernde blaue Färbung an, wird glatter und fast transluzent. Ihre Ohren werden länger, laufen spitz zu, wie bei einer Wassernymphe aus alten Legenden.

Elias Ward, konfrontiert mit dieser übernatürlichen Veränderung, verliert einen Punkt Geistige Gesundheit. Der Anblick ist einfach zu surreal.

Clyde Barron, entschlossen, sich durch empirische Beweise zu überzeugen, fragt höflich nach Erlaubnis und fasst Fiona O’Malley vorsichtig an die Ohren. Sie fühlen sich glitschig an, nass, und absolut real. Keine Prothese, kein Trick. Langsam weicht seine Skepsis einer verstörenden Akzeptanz des Übernatürlichen.

Kurz darauf verwandelt sich Fiona O’Malley zurück in ihre menschliche Form, als wäre nichts geschehen.

13. Rückkehr zum Anwesen#

Trotz des überzeugenden Beweises ist Clyde Barron noch immer nicht ganz beruhigt. Wir verweilen weitere 10 Minuten am See, beobachten Fiona O’Malley, warten auf.. irgendetwas. Aber nichts Ungewöhnliches passiert. Sie ist einfach da, lebendig und real.

Schließlich treffen wir eine Entscheidung: Wir kehren durch den Tunnel zum Anwesen zurück. Der Grund ist strategisch, wir vermuten die Worcestershire Baddies in der Nähe des Waldes. Wenn sie herausfinden, dass wir den See gefunden haben und dort jemanden gerettet haben, könnte das unsere gesamte Mission gefährden.

Am Anwesen angekommen, sammeln wir uns erstmal. Clyde Barron macht sich nützlich und entfacht ein Feuer im alten Kamin, die erste wohlige Wärme, die das Haus seit Jahrzehnten gesehen hat. Erschöpft von den Ereignissen des Tages, schlafen wir die Nacht durch. Elias Ward regeneriert sich besonders gut und gewinnt einen Trefferpunkt zurück.

14. Drohnen-Aufklärung#

Ryan Deouda, immer der Technikfan, hatte vorausschauend eine Drohne bestellt. Am nächsten Morgen trifft sie ein, und Elias Ward übernimmt als versierter Pilot die Steuerung.

Die Drohne schwebt über Findingle und enthüllt wichtige Informationen: In jedem Stadtteil gibt es ein Industriegebiet mit einem großen Lagerhaus, eine klare territoriale Aufteilung zwischen den rivalisierenden Biker-Gangs. Das “weniger gepflegte” Lagerhaus, umgeben von Graffiti und heruntergekommenen Gebäuden, gehört eindeutig den Blistershare Baddies, wir haben endlich den Standort der Worcestershire Baddies identifiziert. Das andere, etwas besser instand gehaltene Lagerhaus ist die Basis der Worcestershire Goodies.

15. Goodies um Hilfe bitten#

Mit dieser Information bewaffnet, kontaktieren wir die Worcestershire Goodies. Wir schildern die Situation und bitten um Unterstützung im bevorstehenden Kampf gegen die Baddies. Sie stimmen zu, aber unter einer Bedingung: Der Kampf muss auf ihrem Territorium stattfinden, vor Ort.

Nach einer kurzen Strategiebesprechung legen wir den Angriff auf spät Abends, kurz nach 1 Uhr nachts fest. Dunkelheit wird unser Verbündeter sein.

16. Die Infiltration#

Der Plan ist riskant, aber notwendig: Vitya Knyazev, Ryan Deouda und Elias Ward bilden ein Infiltrationsteam. Sie verkleiden sich notdürftig als Baddies, dunkle Kleidung, Bandanas über den Gesichtern. Nicht perfekt, aber bei schlechter Beleuchtung vielleicht ausreichend.

Thomas Mecklebee und Clyde Barron bleiben als Rückfall-Option im Van, mit der Drohne als zusätzlichem Überwachungsinstrument. Sie sind unsere Augen von oben.

Zu dritt schleichen sich die drei durch die Schatten zum Seiteneingang des Baddies-Lagers. Das Herz schlägt jedem bis zum Hals, jeder Fehler könnte tödlich sein.

17. Das Amulett#

Im Inneren des Lagerhauses läuft zunächst alles nach Plan. Vitya Knyazev nutzt einen günstigen Moment und knockt einen abseits stehenden Biker blitzschnell aus. Der Mann fällt lautlos zu Boden.

An seinem Hals trägt er ein auffälliges Amulett, alt, sehr alt. Das Metall ist angelaufen, die Symbole darauf kaum noch lesbar. Im Zentrum befindet sich eine kleine Phiole, gefüllt mit einer undefinierbaren Flüssigkeit.

Als Ryan Deouda näher kommt, verzieht er plötzlich das Gesicht vor Schmerz. Die Phiole, oder was auch immer sich darin befindet, verursacht ihm körperliche Schmerzen, je näher sie kommt. Ein weiterer Hinweis darauf, dass mit Ryan Deouda etwas.. anders ist.

18. Das Ritualbuch#

Tiefer im Lagerhaus entdecken wir einen abgetrennten Raum. Bücher stapeln sich auf einem alten Tisch, ein großer Spiegel hängt an der Wand, und ein muffiger Biker döst in einer Ecke vor sich hin, vermutlich als Wache eingeteilt, aber mehr mit Schlafen als mit Wachen beschäftigt.

Elias Ward handelt schnell und clever. Er nimmt die Phiole mit Ryan Deoudas Spucke (die sie vorher präpariert hatten) und schleicht sich mit beeindruckender Lautlosigkeit in den Raum. Sein Ziel: Das Ritualbuch. Es liegt dort auf dem Tisch, unheimlich anzusehen, der Einband ist eindeutig aus Menschenhaut gefertigt.

Als Elias Ward das Buch berührt, geschieht etwas Unerwartetes. Ein Schock durchfährt nicht nur ihn, sondern alle Mitglieder der Gruppe, ein elektrischer, geistiger Blitz, der sich in unsere Synapsen brennt. Hat das Buch uns gerade.. markiert? Verbunden?

In diesem Moment empfängt jeder von uns ein Fragment, Bilder, Worte, Wissensbruchstücke brennen sich in unseren Geist ein. Die Details werden wir später sortieren müssen.

Schnell kippt Elias Ward den Inhalt der Spucke-Phiole über das Buch und ins Buch hinein. Eine präventive Maßnahme? Ein Ritual? Wir wissen es selbst nicht genau, aber Fiona O’Malley hatte angedeutet, dass Ryan Deoudas.. Essenz.. wichtig sein könnte.

Mission erfüllt: Die drei ziehen sich erfolgreich und unbemerkt zurück. Der Biker in der Ecke schnarcht weiter.

19. Die Fragmente#

[[Die Fragmente]] #todo Aus der digitalen Kopie einspeisen - die geistigen Bilder und Botschaften, die wir empfangen haben

20. Rückkehr und Vorbereitung#

Wieder sicher im Van vereint, atmen wir alle durch. Die Infiltration war erfolgreich, niemand wurde verletzt, niemand entdeckt. Ryan Deouda, der ewige Wissenssuchende, bestellt sofort weitere Bücher online, vielleicht können wir die empfangenen Fragmente damit entschlüsseln.

Der nächste Tag bricht an, früh morgens. Mit den ersten Sonnenstrahlen machen wir uns wieder auf den Weg zum See im Wald. Wir müssen Fiona O’Malley berichten, was geschehen ist, vor allem von den Fragmenten, die sich in unsere Geister “eingebrannt” haben.

21. Ritualplanung#

Fiona O’Malley hört aufmerksam zu und erklärt uns dann die präzisen Voraussetzungen für das, was kommen muss:

Alle, die am Ritual teilnehmen wollen, müssen physisch am und im See anwesend sein. Noch wichtiger: Jeder muss das Wasser des Sees berühren, das ist die Voraussetzung für die Ritualmanipulation. Nur so können wir [[Das Portal]] beeinflussen.

Die Dringlichkeit ist real: Das Ritual der Baddies wird noch heute am Abend stattfinden. Wir haben nur noch Stunden zur Vorbereitung.

Dann die Offenbarung zum Amulett: Die Phiole, die Vitya Knyazev “gefunden” hat, enthält tatsächlich Blut, das Blut von Rosin O’Malley, Fiona O’Malleys Mutter. Ein mächtiges Artefakt, das wahrscheinlich für das ursprüngliche Ritual verwendet werden sollte.

In diesem ernsten Moment kann sich Clyde Barron einen Kommentar nicht verkneifen:

[!quote] “Die Dame vom Wasserloch” - Clyde Barron
War super lustig!

Der Spannungsbrecher, den wir alle brauchten. Selbst Fiona O’Malley muss schmunzeln.

22. Vorbereitung für das Ritual#

Zurück am Anwesen beginnen wir mit den Vorbereitungen. Die Liste ist erschreckend:

  • Molotov-Cocktails werden gebastelt, primitive, aber effektive Waffen
  • Treibstoff wird gesammelt, falls wir den Wald in Brand setzen müssen, um die Baddies aufzuhalten oder abzulenken
  • Alle Waffen werden überprüft, gereinigt, geladen

Wir gehen unseren Plan mehrfach durch. Jeder kennt seine Position, seine Aufgabe. Wir fühlen uns so gut vorbereitet, wie man sich für das Übernatürliche vorbereiten kann. Aber tief im Inneren wissen wir alle: Wir haben keine Ahnung, was wirklich auf uns zukommt.

23. Das Ritual beginnt#

Die Nacht senkt sich über den Wald. Wir positionieren uns versteckt um den See im Wald. Und dann kommen sie, die Worcestershire Baddies, eine ganze Gruppe, schwarz gekleidet wie immer, manche mit ihren Motorrädern.

Das Ritual beginnt. Sie sprechen in einer alten Sprache, bilden einen Kreis um den See. Doch etwas ist falsch, beim ersten Durchgang passiert nichts. Kein übernatürliches Leuchten, kein Portal, nichts.

Sie wiederholen das Ritual. Diesmal bemerken wir eine Veränderung: Ihre Stimmen werden schwächer, unsicherer. Vitya Knyazev beschreibt ihr Verhalten treffend als “lemminge-haft”, als würden sie nicht mehr aus eigenem Willen handeln, sondern getrieben von einer äußeren Kraft.

Plötzlich erklingt über dem See eine Melodie, Lady In the Lake #todo. Die Luft selbst scheint zu vibrieren.

24. Das Blutopfer#

Dann geschieht das Unfassbare. Die Baddies, als wären sie in Trance, beginnen langsam und mechanisch ins Wasser zu gehen. Schritt für Schritt, emotionslos, wie Marionetten an unsichtbaren Fäden.

Wir sind paralysiert vom Horror dessen, was folgt: Die Baddies werden stehend massakriert. Kein sichtbarer Angreifer, keine Waffen, aber Blut spritzt aus unsichtbaren Wunden, färbt das Wasser rot. Es ist wie eine Hinrichtung durch etwas, das wir nicht sehen können.

Die Biker erstarren in ihren Todespositionen, stehen still im blutroten Wasser. Sie bewegen sich nicht mehr, nicht einmal als ihre Körper langsam untergehen sollten. Der gesamte See hat sich in eine schaurige, blutrot gefärbte Fläche verwandelt.

Das Blutopfer für den See ist vollbracht, aber nicht so, wie die Baddies es geplant hatten. Durch unsere Manipulation des Ritualbuchs, durch [[Die Fragmente]], durch Ryan Deoudas Spucke.. haben wir das Ritual umgekehrt. Die Jäger wurden zu Gejagten, die Opferer zu Opfern.

25. Fionas Erlösung#

Als der letzte Biker verstummt ist, durchbricht der Vollmond die Wolkendecke. Sein Licht fällt auf Fiona O’Malley, die am Ufer steht, und ihre Haut reflektiert das Licht in einem tiefen, satten ROT. Nicht das Blau ihrer Wasserform, sondern ein leuchtendes, lebendiges Rot.

Mit Tränen in den Augen, aber einem Lächeln auf den Lippen, geht sie direkt auf Ryan Deouda zu.

[!quote] Fiona
“Du hast mich gerettet”

Ohne zu zögern küsst sie ihn. Es ist kein romantischer Kuss, sondern ein ritueller, ein Austausch von Macht, von Essenz, von etwas Uraltem.

Als sie sich voneinander lösen, sehen wir es: Ryan Deoudas Zunge ist blau geworden. Strahlend, übernatürlich blau.

Er hat [[The True Tongue]] von Fiona O’Malley empfangen, eine Gabe des Verständnisses. Von diesem Moment an versteht und spricht Ryan Deouda jede Sprache, die jemals existiert hat oder jemals existieren wird. Vergangene Dialekte, moderne Zungen, zukünftige Evolutionen der Kommunikation, alles ist ihm nun zugänglich.

Der Preis für Fiona O’Malleys Befreiung wurde bezahlt, nicht von uns, sondern von denen, die sie einst gefangen hielten.

26. Abschluss und neue Hinweise#

Erschöpft, traumatisiert, aber siegreich kehren wir zum Anwesen zurück. Der See hat seine Wächterin verloren, oder sie freigelassen. Die Grenze zwischen Befreiung und Verlust verschwimmt.

Bevor wir uns trennen, gibt Fiona O’Malley uns zwei letzte Hinweise. Orte oder Personen, die wichtig sein werden für das, was noch vor uns liegt:

  • Das Altei Gebirge, ein Ort, mysteriös und fern
  • [[Franz Weiss]], ein Name, eine Person, ein Schlüssel?

Was diese Hinweise bedeuten, wissen wir noch nicht. Aber eines ist klar: Unsere Reise ist noch lange nicht zu Ende. Vielleicht hat sie gerade erst begonnen.


Session Ende: ca. 21:00 Uhr


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